Für Städte und Kommunen

Bürgernutzen mit klar verteilter Verantwortung.

Padel kann für Städte und Gemeinden ein sichtbares, generationenübergreifendes Sportangebot sein. Damit daraus kein Haushalts- oder Vergaberisiko wird, müssen Standort, Betreiberrolle, Bürgerzugang, Lärm, Beihilfe und Vertragsmodell früh zusammen gedacht werden.

Diese Seite ist eine Planungsorientierung und keine Rechtsberatung. Vergabe-, Beihilfe- und Vertragsfragen müssen kommunalrechtlich geprüft werden. Methodik und Grenzen ansehen.


Drei kommunale Modelle

Vom Eigenbetrieb bis zum Erbbaurecht.

Welcher Weg passt, hängt von Haushaltslage, Sportförderkonzept, Grundstück, Vergabeweg und gewünschtem Bürgerzugang ab.

Modell A: Eigenbetrieb
Kommune baut und betreibt selbst
Vorteil: voller Bürger-Zugang. Nachteil: Betriebsrisiko bleibt im Haushalt, Personalbedarf 0,5 bis 1 VZÄ.
Modell B: Konzession
Kommune baut, Betreiber pachtet
Betreiber übernimmt wesentliche Aufgaben, die Kommune sichert Pacht, Bürgerzeiten und Qualitätskriterien vertraglich. Vergabe und Konzessionswert müssen geprüft werden.
Modell C: Erbbaurecht
Privater baut auf kommunalem Grund
Kommune behält Eigentum am Grund, vergibt Erbbaurecht 30 bis 99 Jahre. Niedrigste Belastung im Haushalt. Bürgervorteile per Vertragsklausel sichern.

Vergaberecht

Schwellen und Verfahren.

Vergabe- und Beihilferecht sind projektabhängig. Die wichtigsten Prüfpunkte sollten früh mit Vergabestelle, Rechtsberatung und Fachplanung abgestimmt werden.

  • scaleBauleistung und Auftragswert: Je nach Modell können nationale oder EU-weite Vergaberegeln relevant werden. Entscheidend sind Leistungsumfang, Auftraggeberrolle und Wertberechnung.
  • handshakeKonzessionswert: Bei Betreiber- oder Pachtmodellen zählt nicht nur der Baupreis, sondern je nach Struktur auch der erwartete Umsatz über die Laufzeit. Das muss vor Ausschreibung sauber berechnet werden.
  • visibilityBeihilferecht: Pacht, Erbbauzins, Zuschüsse und Vorteile müssen marktüblich und dokumentiert sein. Ein Marktwert- oder Wirtschaftlichkeitsnachweis kann erforderlich sein.
  • groups_3Bürgerbeteiligung: Frühzeitige Einbindung von Vereinen, Nachbarschaft und Politik reduziert Konflikte, besonders bei Lärm, Öffnungszeiten und öffentlichem Zugang.

Bewertungs-Matrix

Welcher Standort ist kommunal sinnvoll?

Sieben Kriterien für die schnelle Vor-Bewertung. Wenn mehrere davon belastbar erfüllt sind, lohnt sich der Einstieg in eine strukturierte Konzeptprüfung.

  • where_to_voteLiegt der Standort in einem sport- oder gewerbenahen Umfeld? Wohnnähe, Lärm und Bebauungsplan müssen früh geprüft werden.
  • commuteIst der Standort gut erreichbar? ÖPNV, Radwege, Parkplätze und Barrierefreiheit beeinflussen Akzeptanz und Nutzung.
  • sports_tennisGibt es Vereine oder Schulen als Co-Nutzer? Lokale Partner können Auslastung, Akzeptanz und Betriebskonzept stärken.
  • groupsIst das Einzugsgebiet groß genug? Einwohnerzahl, Fahrzeit und bestehende Sportangebote bestimmen, ob Indoor, Outdoor oder Kooperation sinnvoller ist.
  • volume_upSind Lärmkonflikte beherrschbar? Abstand, Nutzungszeiten, Beleuchtung und mögliche Schallprüfung gehören in die frühe Standortbewertung.
  • moneySind Erschließung und Vorfinanzierung geklärt? Auch bei Betreiber- oder Erbbaurechtsmodellen können kommunale Vorleistungen entstehen.
  • campaignGibt es politisches Commitment für einen realistischen Zeitplan? Grundstück, Vergabe, Bürgerkommunikation und Genehmigung brauchen verlässliche Zuständigkeiten.

Nächster Schritt

Wir prüfen euer Sportförderkonzept gemeinsam.

Bring uns deinen Standort, dein gewünschtes Modell und die Eckwerte des Sportförderkonzepts. Wir prüfen mit dir, welche Vergabe-, Beihilfe-, Lärm- und Haushaltsfragen zuerst geklärt werden sollten.

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