Für Tennis- und Sportvereine

Padel kann Vereinen neue Zielgruppen öffnen.

Für Tennis- und Sportvereine kann Padel ein starker Hebel für Mitgliedergewinnung, jüngere Zielgruppen, gemischte Gruppen und zusätzliche Court-Auslastung sein. Ob der Bau wirtschaftlich und vereinsrechtlich passt, hängt aber von Fläche, Förderprogramm, Satzung, Betriebskonzept und lokaler Nachfrage ab.

Förderquoten, Mitglieder-Effekte und Auslastung sind Planungswerte und müssen je Bundesland und Verein geprüft werden. Methodik und Grenzen ansehen.


Förderprogramme

Welche Förderwege Vereine prüfen sollten.

Die folgende Tabelle ist eine erste Orientierung, kein Förderbescheid. Förderquoten, Programme, Fristen und Förderfähigkeit ändern sich und müssen vor Antragstellung direkt beim zuständigen Landessportbund oder Fördergeber geprüft werden.

BundeslandProgrammQuote
BrandenburgLSB Sportstätten-Baubis 80 %
NRWSportstätten-Förderungbis 75 %
NiedersachsenLSB-Investitionsplanbis 65 %
HessenSportstätten-Bauförderungbis 60 %
Baden-WürttembergWLSB / BSB-Programmbis 33 %
BayernBLSV Sportstätten-Bauförderung20 bis 55 %

Zusätzlich kommen je nach Projekt Barrierefreiheit, LEADER-Programme im ländlichen Raum oder kommunale Fördertöpfe infrage. Die genaue Quote hängt von Vereinsalter, Mitgliederzahl, Eigenmittelanteil, Konzept, Frist und Förderfähigkeit ab.


Tennisplatz-Konversion

Aus 1 Tennisplatz werden 2 Padel-Courts.

Ein Tennisplatz misst etwa 36 × 18 m. Je nach Randabständen, Zuwegung, Entwässerung und Sicherheitsflächen kann daraus ein Padel-Setup mit ein oder zwei Courts entstehen. Der Flächenvorteil ist attraktiv, sollte aber technisch und vereinsintern sauber geplant werden.

  • check_circleBestands-Untergrund prüfen. Ascheplatz muss komplett ersetzt werden, Sand und Hartplatz teilweise. Wir prüfen das im Erstgespräch anhand deiner Plätze und schätzen Mehrkosten.
  • check_circleMitgliederversammlung früh einbinden. Tennis-Club-Konversion ist emotional. Die Erfolgsformel: Padel als Ergänzung positionieren, nicht als Ersatz. Trial-Sessions vor der Abstimmung.
  • check_circleGemeinnützigkeit erhalten. Padel kann als Sportangebot in den Verein integriert werden. Externe Vermietung, Umsatzanteile und Satzungsfragen sollten aber vorab mit Steuerberatung und Verband geklärt werden.
  • check_circleBeleuchtung und Buchungssystem. Padel ist häufig abendlastig. LED-Beleuchtung und ein Buchungssystem (Playtomic, eversports oder ähnliches) sind deshalb meist Voraussetzung für planbare Auslastung.
  • check_circleTrainerin / Trainer mit Padel-Lizenz. DTB bietet seit 2024 die A-Padel-Lizenz an. Pro Verein 1 lizenzierter Trainer reicht für die Anfangsphase.

Mitglieder-Effekt

Demografie und Frauen-Anteil verändern sich.

Neue Mitglieder Jahr 1
+25 bis 60
Vor allem aus dem Umkreis 5 km, Altersmischung 25 bis 55 Jahre.
Frauen-Anteil
+ 12 bis 22 %p
Padel hat für viele Einsteigerinnen und Mixed-Gruppen eine niedrigere Einstiegshürde als Tennis.
Durchschnittsalter
−7 Jahre
Je nach Trainingsangebot und Community kann Padel jüngere Zielgruppen stärker ansprechen.
Auslastung Court
60 bis 75 %
Modellszenario für gut eingeführte Vereins-Courts; tatsächliche Auslastung hängt stark vom Betriebskonzept ab.

Nächster Schritt

Wir prüfen euer Vereinsgelände gemeinsam.

Wir besprechen die Konversion eures Tennisplatzes, passende Förderwege in eurem Bundesland, den wahrscheinlichen Genehmigungs-Pfad und das beste Vorgehen für die Mitgliederversammlung. Bring uns deine Mitgliederzahl, dein Bundesland und einen groben Plan eures Geländes.

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